Theaterstücke
Dramatische Arbeiten von Friedrich Ch. Zauner
Die historische Seite enthält eine überraschend breite Theaterlandschaft: Satire, Sozialthriller, Monolog, Science-Fiction, Kriminalstoff, Slapstick und Parabel. Diese neue Fassung macht die Vielfalt erstmals übersichtlich und führt zugleich zu den vorhandenen Archivtexten weiter.
Gesellschaftssatire
Zwischen Emanzipationssatire, Sozialthriller und Slapstick reicht das Spektrum der Theatertexte weit über klassische Dorf- oder Regionalstoffe hinaus.
Psychologische Stücke
Mehrere Arbeiten setzen stark auf innere Konflikte, Isolation, Abhängigkeit und den Moment, in dem vertraute Ordnungen kippen.
Internationale Spielbarkeit
Die Altseite dokumentiert Übersetzungen und Aufführungen im Ausland, etwa für „Aller Tage Abend“ und „Spuk“.
Sekundärliteratur vorhanden
Zur Theaterarbeit gibt es bereits verlinkte Essays und Kommentare, die künftig direkt in die neue Struktur übernommen werden können.
Emanzipationssatire · 3 D / 4 H · 1 Dekoration
Die unerklärliche Fröhlichkeit der Frauen
Ein luzides Rollenspiel um zwei Cordulas, charmante Machtverhältnisse und die Frage, ob Emanzipation und Herrschaft ineinander kippen. Die Altseite stellt das Stück als forsche, zugespitzte Satire vor.
Monolog · 1 H · 1 Dekoration
Ypsilon / Der Vergessene
Die Geschichte eines Schauspielers am Ende seiner Karriere, der in der selbstgewählten Abgeschiedenheit nicht zur Ruhe, sondern tiefer in Angst, Erinnerung und Verfall gerät.
Sozialthriller · 1 D / 1 H · 1 Dekoration
Aller Tage Abend
Ein Blinder, eine Pflegerin und eine Vergangenheit, die keineswegs abgeschlossen ist. Die historische Seite betont das Stück als packenden Sozialthriller und nennt mehrere Übersetzungen.
Pubertätskomödie · 3 D / 2 H · 1 Dekoration
Spuk
Zwei Mädchen spielen in einer Nacht erwachsene Rollen, Macht, Sexualität und Gefahr durch. Der Ton ist komisch und beklemmend zugleich; die Altseite verweist auch auf eine lange Laufzeit in Mexiko City.
Kriminalstück · 7 H / 1 D / Statisten
Dort oben im Wald bei diesen Leuten
Ein Inspektor gerät in einen Mordfall innerhalb starrer ländlicher Gemeinschaften. Der Stoff verbindet Milieustudie, Krimi und soziale Beobachtung.
Science-Fiction in 12 Bildern · 7 H / 2 D / 1 Dekoration
Fiktion
Eine Zukunftsgesellschaft tabuisiert den Tod und verwaltet das Lebensende bürokratisch. Das Stück konzentriert sich auf Isolation, Ritualisierung und die Angst vor dem Abtreten.
Stück in 11 Szenen · 2 D / 3 H / 1 Dekoration
Kidnapping
Was zunächst wie ein klassischer Entführungsplot beginnt, entwickelt sich in eine Geschichte über eigene Motive, Abhängigkeit und Verschiebungen der Macht.
Sektendrama in 11 Bildern · 4 H / 4 D / 1 Dekoration
Kobe Beef
Ein junger Mann wird nach einem vermeintlichen Unfall von einer fürsorglich wirkenden Familie aufgenommen. Schritt für Schritt wird klar, dass diese Fürsorge Berechnung ist und in eine sektenhafte Struktur führt.
Stück in 5 Szenen · 2 D / 3 H / 1 Dekoration
Menschenkinder
Drei elternlose Kinder verjagen ihren pedantischen Erzieher und entdecken bald, dass Freiheit ohne Halt ebenfalls Konflikte produziert. Das Stück richtet den Blick auf junge Menschen ohne Sentimentalität.
Slapstickkomödie · 4 D / 2 H / 1 Dekoration
Nix für ungut
Eine Studenten-WG, eine Zimmerwirtin, Nachhilfestunden und ein zunehmend absurder Haushalt treiben die Komödie voran. Die Altseite hebt besonders den chaotischen Sog der Situation hervor.
Parabel in 9 Bildern · 7 Deserteure / 1 H / 1 Dekoration
Deserteure
Eine Gruppe junger Idealisten lebt isoliert in einer Berghütte und muss erleben, wie Hunger, Angst und Zweifel die selbst errichtete Ordnung zerstören. Das ist eines der deutlich philosophischsten Stücke des Bestands.
Historische Theaterübersicht
Die alte Theaterseite mit allen Stückblöcken, Rollenangaben und weiteren Hinweisen bleibt vollständig erreichbar.
Altseite öffnenHeinz Gerstinger
„Immer die Bühne vor Augen“ – weiterführender Text aus dem vorhandenen Bestand.
Text lesenKurt Becsi
„Unter der bunten Haut der Oberflächen“ – zum Sein hinter dem Sein in Zauners Theaterstücken.
Essay öffnenFriedrich Wagner
Kommentar zu „Spuk“ mit Fokus auf Pubertät, Komik und Theaterwirkung.
Kommentar öffnenRedaktioneller Gewinn
Die alte Theaterseite war inhaltlich stark, aber gestalterisch schwer lesbar. Jetzt ist sofort sichtbar, wie unterschiedlich Zauners Stücke angelegt sind und wo vertiefende Texte im Archiv bereits vorhanden sind.