Werke Friedrich Ch. Zauner

Das Joch der Erde

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Großes Bühnenwerk

Das Joch der Erde

Im Altbestand tritt dieses Werk als besonderes dramatisches Projekt hervor: als Parabel über Aufstieg, Macht, soziale Gewalt und die lange Rückkehr der Vergangenheit. Diese neue Fassung ordnet das verstreute Material erstmals zu einem klaren Einstieg.

AnlageDreiteiliges Drama: Land · Grothum Haus · Nekrolog
KernfigurRegina Grothum als Zentrum von Aufstieg und Herrschaft
ThemaMisslungener sozialer Aufstieg, Macht, Erbschaft, moralische Rückkehr
Friedrich Ch. Zauner

Teil I · Land

Regina, Tochter europäischer Eingewanderter, erkennt im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ die Chance auf sozialen Aufstieg. Mit legalen und illegalen Mitteln treibt sie den Erfolg voran, bis aus Erfolgsdrang Erfolgszwang wird.

Teil II · Grothum Haus

Die Macht ist errungen, doch ihre Absicherung bleibt prekär. Wohltätigkeit, öffentlicher Schein und das Bedürfnis nach dynastischer Fortsetzung halten das errichtete Imperium zusammen.

Teil III · Nekrolog

In den wirtschaftlich schwierigen Zwanzigerjahren scheint Grothum Haus längst etabliert. Doch am Ende holt die Vergangenheit Regina und ihr System noch einmal ein.

Zentrum der Figur

Die Rolle der Regina Grothum steht im Mittelpunkt. Die Altseite nennt als prominente Interpretinnen Heidemarie Hatheyer, Julia Gschnitzer und Gisela May.

Warum das Stück herausragt

„Das Joch der Erde“ verbindet Familiengeschichte, soziale Mobilität und das Bild eines neu errichteten Imperiums, das sich selbst legitimieren muss. Gerade die Figur Regina Grothum macht das Werk zu mehr als einem historischen Tableau: Sie bündelt Ehrgeiz, soziale Verwundung, Durchsetzungswillen und die Angst vor dem Verlust des Erreichten.

Die vorhandenen Altseiten zeigen außerdem, dass das Stück stark über seine Besetzungsgeschichte gelesen wurde. Die prominenten Interpretinnen der Hauptrolle sind nicht Nebensache, sondern Teil der Werküberlieferung.

Julia Gschnitzer als Regina Grothum

Interpretation der Hauptrolle

Julia Gschnitzer als Regina Grothum

Die historische Materialseite dokumentiert die Rolle auch über prominente Bühneninterpretationen und Bildmaterial.

Gisela May als Regina Grothum

Interpretation der Hauptrolle

Gisela May als Regina Grothum

Die Live-Aufzeichnung durch den ORF unterstreicht, wie stark das Stück auch über einzelne Darstellerinnenprofile wahrgenommen wurde.

Redaktioneller Ansatz

Die alte Version war vor allem tabellarisch und technisch sperrig. Jetzt ist sofort erkennbar, wie das Stück aufgebaut ist, worin seine thematische Wucht liegt und an welchen Stellen das Archiv für vertiefte Lektüre anschließt.