Zauner.Literatur: Evangelienspiele

DIE RAINBACHER EVANGELIENSPIELE

 

Die Rainbacher Evangelienspiele bieten 2018 das biblische Drama [Klick auf Link]

Grab ist leer

Hans Würdinger
Das Spiel der vielen Fragen
Das Grab ist leer

Eine Einführung zum Evangelienspiel „Das Grab ist leer - Die fünfzig Tage“
Am Anfang ist die Leere - verunsichernd, Fragen auslösend, verwirrend. Sie suchen einen Toten und finden nur ein leeres Grab, daneben zwei römische Wächter, die sich unbeholfen bemühen, mit der für sie so peinlichen Situation einigermaßen gut fertig zu werden. Da sind Petrus und Johannes, auch sie verunsichert, verwirrt. Da ist der Gärtner - das Johannes-Evangelium stellt ihn Maria von Magdala gegenüber. Bilder, Szenen, die jedem vertraut sind, der die Osterbotschaft kennt, zunächst, so scheint es, eng angelehnt an das Evangelium des Johannes, aber bald löst sich die Szene von der biblischen Überlieferung, gewinnt neue Konturen, stellt neue Fragen.
Friedrich Ch. Zauner hat in seinem Evangelienspiel über die fünfzig Tage zwischen Ostern und Pfingsten viel gewagt. Denn es ist noch einigermaßen leicht, das Leiden und den Tod auf die Bühne zu bringen, die Passion, die Kreuzigung. Das verstehen die Menschen immer noch. Leiden und Tod sind allgegenwärtig, sind immer auch Anstoß zu Frage und Anklage, zur Frage auch nach Opfern und Tätern. Aber die Auferstehung, das Ostergeschehen? Etwas zeigen, was eigentlich nicht sichtbar ist, was sich nur erspüren, erahnen lässt, ja letztendlich nur glauben lässt? Etwas, das sich aller menschlichen Berechnung und Machbarkeit entzieht? Dafür reichen die biblischen Aussagen nicht immer aus. Sie erscheinen dem heutigen Menschen, der sich die Welt zu erklären sucht, wie fremde, vielleicht noch erbauliche Geschichten. Zauner versucht, die Botschaft der Auferstehung, das Unbegreifliche, durch fragende Menschen begreiflich zu machen, das Ungesagte in die Sprache der Fragenden, der vom leeren Grab Bewegten zu bringen.
Dadurch wird die Handlung notwendigerweise auf mehrere Ebenen verlegt, wie auch die Annäherungen an den, der nicht mehr da ist, der nur spürbar ist, sehr unterschiedlich sind. Da sind die Römer, die nur dem momentanen Zweck und Nutzen dienend handeln, die nur Befehlsempfänger sind, ohne sich ernsthaft mit den Hintergründen zu befassen. Zu diesen Römern, den durch die Stimmung im Volk verunsicherten Befehlsempfängern gehört auch der Statthalter des Kaiser: Jesus war der große Irrtum des Pilatus.
Da sind die jüdischen Wissenden, die Gelehrten, denen dieser Jesus in seinem Auftreten und mit seiner Botschaft höchst verdächtig war, die seine Lehre nicht verstehen konnten und wollten, die ängstlich an ihrem Weltbild festhielten. Und da sind die Jünger, die auf Jesus ihre Hoffnung auf ein neues Reich gesetzt hatten. Für die Römer war der „Fall Jesus“ ein Fall wie viele andere, ein Fall, den sie mit ihren Mitteln der Gewalt und Brutalität zu Ende gebracht haben. Sie bleiben im Vordergrund des Geschehens, sachlich berechnend, nicht einmal ahnend, welche ungeheure Sprengkraft sich hinter dem leeren Grab wirklich verbirgt. Sie haben den „Fall Jesus“ erledigt.
Einer der Wächter hat ein Faustpfand, den Leibrock des Gekreuzigten. Er will diese Reliquie zu Geld machen, schachern mit der Erinnerung, aber es misslingt kläglich. Niemand will diesen Rock haben. Er erinnert nur an einen Toten - und jetzt stellt sich die Frage nach dem Lebendigen. Für die Juden ist dieses Stück Stoff Erinnerung an einen Unbequemen, den sie am liebsten in der Vergessenheit begraben - für die Jünger ist dieser Rock nur Hindernis auf dem Weg des Begreifens. Das Unbegreifliche wird durch ein Gewandstück wohl oberflächlich begreiflich - der tote Gegenstand bleibt aber tot. Das leere Grab, der Abwesende, der sich nicht festhalten lässt, sich nicht in ein menschlich kleines Bild formen lässt, der bewegt. Die Leere löst eine Such- und Fragebewegung aus. Da ist kein Platz mehr für das Nebensächliche, und nicht mehr ist dieser Rock.
Die Wächter lassen sich willig bestechen, um den Fall Jesus endgültig aus der kleinen Welt zu schaffen, die allmählich zu zerspringen droht: Die Denkweise der jüdischen Gelehrten, des jüdischen Glaubens hält diese Welt nicht mehr zusammen. Jetzt geht es um das neue Sehen und um das neue Glauben. Friedrich Zauner zeichnet diese Spannung - hier wieder im Kern angelehnt an das Johannes-Evangelium, an Petrus und Johannes nach. Petrus, der Sehende, Johannes, der Glaubende. Später wurde aus Petrus das erste Haupt der Kirche, Johannes der große Seher der göttlichen Offenbarung. Die Mitte des Spiels - der Auferstandene - jedoch ist eigentlich unsichtbar. Es sind immer nur menschlich-begrenzte Versuche der Deutung möglich - Deutung aus unterschiedlichen Blickwinkeln, Deutung, die von vornherein die Antwort vorgibt und auch Deutung, die offen ist, Fragen zulässt, ja herausfordert.
Es ist ein weiter Weg, der zum Begreifen der Auferstehung führt. Da ist zunächst die Erinnerung an den Toten, den Lebenden: Sie wird allmählich dichter, sie wird zu einem neuen Tag nach einer langen, trostlosen Nacht. Das Geschehen im Evangelienspiel entwickelt sich wie ein Sonnenaufgang - aus der Dämmerung, der Unsicherheit, der Grenze zwischen Nacht und Tag in das Licht des Begreifens hinein. Das Grab ist immer auch Erinnerung an die Sterblichkeit, an den allgegenwärtigen Tod. Das Grab, das da auf einmal leer war, ist die logische Folgerung aus der Botschaft des Auferstandenen: „Die Zeit des Sterbens ist vorbei.“ Der Tod wird sehr wohl als eine unausweichliche Macht gesehen, aber nicht mehr bedrohlich, nicht mehr als absolute Gegengewalt gegen das Leben, sondern als unausweichlicher Bestandteil menschlichen Seins. Dazu gehört auch der Blick auf die griechische Philosophie. Jesus - der neue Sokrates, ein auf den ersten Blick kühner Vergleich, bei näherem Hinsehen durchaus einleuchtend. Immerhin hat sich im Lauf der Zeit vieles von hellenistischem Gedankengut auch in die christliche Überlieferung eingewoben. Jude und Graecus - zwei Sichtweisen auf den Menschen werden hier im klassischen Disput gegenübergestellt: Die Logik wird durch die Auferstehung durchbrochen, ja auf den Kopf gestellt. Hier beginnt die Verbindung von Glaube und Vernunft. „Getötet werden kann der Leib, niemals eine Idee“ - was Zauner dem griechischen Denker sagen lässt, wird ebenfalls zur Annäherung an die Auferstehung. Allerdings ist diese mehr als eine Idee, Jesus mehr als nur eine Weltanschauung. Diese Diskussion zwischen dem Juden und dem Griechen wird gewissermaßen der Untergrund des Evangelienspiels, auf das die einzelnen Auferstehungserfahrungen in straffen Linien gemalt sind - die Emmauserzählung, die Begegnung zwischen Jesus und Tomas, die Begegnung mit Jesus am See beim Fischen. Friedrich Ch. Zauner verbindet immer wieder Spiel und Deutung, Erlebnis und Glaubenshorizont. Das Element, das er hier einsetzt, ist der Chor, angelehnt an das antike Theater. Wortfetzen, Sprachschleier verdichten sich zur Botschaft, legen sich über die Handlung, geben den Blick wieder frei, verführen zum Weiterfragen, helfen zum Verstehen, zeigen die Verwandlung des Menschen auf dem Weg zum Glauben, führen aus der Nacht durch die Dämmerung der offenen Fragen in das Licht des Begreifens.
Das Geschehen ist eine ständige Bewegung, da ist nichts fertig und sicher, ein Spiel der vielen Fragen, auf die es zunächst keine einleuchtende Antwort gibt. Der Versuch, die Auferstehung festzuhalten, misslingt, selbst der den Leibrock verschachernde Römer muss das irgendwann einsehen.
Die Fragen verdichten sich - Sonnenaufgang eines neuen Glaubens, einer neuen Sicht auf Leben und Tod - ein neuer Tag hat begonnen: Unruhe treibt die Menschen, aus der Unsicherheit wird eine sich verdichtende Gewissheit: Eine neue Zeit ist da. Das ist die Botschaft, die Friedrich Zauner in seinen vier Evangelienspielen vermitteln will: Mit diesem Jesus von Nazaret ist eine neue Zeit angebrochen, menschliches Dasein wandelt sich, der Geist treibt an, bewegt, zerbricht starre und enge Weltbilder. Diese neue Zeit wird im Spiel vom leeren Grab anschaulich gemacht im Pfingstereignis. Wieder hält sich Zauner eng an das Neue Testament, an die Apostelgeschichte, aus dem Blickwinkel der Betroffenen, die den Geisterfüllten begegnen, auch in der Darstellung des Petrus und dessen freimütiger Pfingstpredigt. Hier lässt das Spiel wenig Raum für Deutung, hier ist die Botschaft im Vordergrund, eine Botschaft, die sich verdichtet im Schlussbild der aufbrechenden und gleichzeitig sich innerlich vereinigenden jungen Glaubensgemeinschaft. Ostern auf der Bühne als Theaterstück darstellen, ist ein schwieriges Unterfangen. Denn es kann nicht nur um eine Abbildung dessen gehen, was in den Evangelien bereits unterschiedlich überliefert wird. Das leere Grab - das Negativbild wird zur Abbildung dessen, was für menschliche Logik und Vernunft unbegreiflich ist und bleibt. Zauners Evangelienspiel will und kann die Sichtweisen der Auferstehung, von Skepsis und Ablehnung über die sachlich-zweckdienliche Beurteilung bis hin zum Erleben einer neuen Wirklichkeit zu bündeln. Der Zuschauer kann sich den Weg mehr oder weniger aussuchen, den er in seiner Sichtweise und seinen Gedanken mitgehen kann und will. Die Fragen bleiben am Ende offen - das unbegreifliche wird allerdings begreiflich im Wirken des Geistes, im pfingstlichen Aufbruch hinein in eine neue Zeit. Den Glauben an die Auferstehung will dieses Spiel nicht abnehmen. Die Fragen nach Tod und Leben, die uralten Fragen der Menschheit, finden jedoch eine begreifliche Antwort - auch in einer Zeit, in der Leben und Tod für viele Menschen machbar und verfügbar geworden sind.

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Interview und Ausschnitte aus PASSION 2018



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Hubert Feichtlbauer:
Sünder als Werkzeuge des Heils


Die Bibel ist das Buch sehnsuchtsvollen Fragens     
Das Innviertel als Kulturland: geschenkt! Längst bekannt - von Stelzhamer bis Kubin! Passionsspiele auch im Innviertel: Gewiss, auch in hoher Qualität, wenn man etwa an die letzten Jahre von Mettmach denkt. Trotzdem: Rainbach, die Rainbacher Evangelienspiele – etwas Besonderes! Aber wie besonders? Warum besonders?
Das lässt sich begründen. Die Bühnenstücke gehen von den Erzählungen der christlichen und seit 2009 auch der Hebräischen Bibel aus, verpflanzen diese aber mitten in unsere Zeit. Sie streifen den Menschen freilich nicht nur heutige Kleider über, vergegenwärtigen das Geschehen nicht in zeitgeistigen Sprüchen („Der Jesus uns seine Hawara“) oder Szenenbildern (Kreuzweg mit SS- Schergen), sondern verkünden die Botschaft im Umfeld der Geschichte zeitlos deutlich. Das macht ihre Aussage so stark – nicht obwohl, sondern gerade weil der Text keineswegs immer dem biblischen Vorbild folgt, Theologie nicht ersetzen, aber literarisch aushorchen will.
„Ich deute nicht, ich dichte,“ hat der Autor Friedrich Ch. Zauner einmal gesagt und bei anderer Gelegenheit betont: „Es geht nicht um jüdische, christliche oder islamische Gestalten, sondern um archaische Figuren, die eine Prüfung zu bestehen haben.“ Der Gründungs-, Nähr- und Ziehvater dieser Festspiele,  dessen epische, lyrische und dramatische Texte ebenso wie seine Theaterpranke als Regisseur längst weit über seine Innviertler Heimat hinaus Resonanz gefunden haben, gibt den immer aktuellen Existenz- und Sinnfragen der Menschheit stets ein Gesicht, ein biblisches Gesicht. Dieses Gesicht ist, wie man bei näherem Hinsehen sofort bemerkt, nie das Antlitz heldischer Menschen, sondern das aufbrechender oder gebrochener Figuren, geprüfter und heimgesuchter, mit Licht- und Schattenseiten befrachteter, liebenswerter und zugleich problematischer Menschen.
Aber so sind die Protagonisten der Bibel. Und Friedrich Ch. Zauner befindet: „Unsere Wurzeln liegen nicht bei Zeus oder Wotan. Alles, was in den 2000 Jahren abendländischer Geschichte , im Guten wie im Bösen, an Großartigem wie an Fehlerhaftem, passiert ist, hat seinen Ursprung in jenem Gedankengut, das uns in der Bibel überliefert wird.“ Es sind Menschen, in denen damals wie heute die Kraft zum Guten und die Neigung zum Bösen glüht. Ihrer bedient sich Gott, um sein Schöpfungswerk weiterzutreiben.
Alle zehn bisherigen Aufführungen in Rainbach, die seit 2009 in der großartigen hölzernen „Theater-Basilika“ mit 300 Sitzplätzen und Freiblick ins Grüne, ins Unendliche zum Leben erwachen, bestätigen das Grundkonzept der Rainbacher Bibelspiele (wie sie eigentlich längst heißen müssten): Menschen wie du und ich, voll edler Neigungen und schwach für die Versuchungen von Ansehen, Macht, Wollust und Geld, haben sich in jeder Generation zu bewähren und dürfen auch bei Versagen auf  Liebe hoffen, wenn Liebe ihr Handeln treibt.
In der Rainbacher „Passion“ ist eine der Hauptfiguren Pilatus (der demnach vielleicht doch nicht aus Versehen ins Credo geriet): der Rationalist, der kritische Vernunftmensch, der zuletzt trotzdem aus Angst, seine Macht zu verlieren, versagt. Vorher noch geht er zusammen mit Petrus ins Haus des Lazarus, der die andere Welt schon erfahren hat. Aber auch Petrus wird nicht durch diesen zu einem Helden des Glaubens, verrät seinen Herrn noch während des Prozesses, wird von seiner Liebe erst nach dem Ostersieg über den Tod  überwältigt.
Abraham, der Stammvater dreier Weltreligionen, verschafft im Exil in Ägypten seinem Volk Ruhe, indem er seine schöne Frau Sarah dem Pharao überlässt. Ijob bäumt sich in tiefer Verzweiflung auf gegen Gott und kommt dem Unbegreiflichen (wie sich selbst) gerade dadurch näher. König Saul eint die Stämme, verfällt dabei jedoch dem Diktat des Schwertes und wird auf die alten Tage unempfindlich für die betörenden Gotteshymnen seines Sohnes David, ehe  dieser, um die schöne Batseba  zu locken, deren Mann in den Tod schickt. Dafür wieder wird erst Davids Sohn Salomon den Tempel errichten.
Warum, warum bedient Gott sich solcher Menschen als Werkzeuge des Heils für alle? In diesen Stücken erleben wir die Bibel als Buch des sehnsuchtsvollen Fragens, nicht der vorfabrizierten theologischen Antworten. Diese Fragen treten auch in großen Frauengestalten der heiligen Bücher hervor. Eine von ihnen ist Ruth, die Moabiterin, die mit ihrer jüdischen Schwiegermutter zurück in deren Heimat zieht, in Boas ein Feuer der Liebe weckt, sich seiner jedoch nach damaligem Brauch nicht würdig weiß. Sie finden zueinander, indem sie beide ihre Vorurteile als solche erkennen, und werden Stammeltern des späteren Königs David. Ein dramatisches Emigrantenschicksal!
Heuer ist die uns kaum vertraute Tamar ein Urbild des Festspiels. Sie heiratet den ältesten Sohn von Juda, aber der ist todkrank und stirbt, ehe sie sich finden. Onan, der zweite Sohn, nach dem Gesetz jetzt zum Witwentrost verpflichtet, verweigert sich ihr, weil sie stark ist, „männlich“ auftritt und ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen möchte; er stirbt aus Angst vor ihr. (Nicht ganz das, was man mit dem Geschehen verbindet, dem Onan bis heute seinen Namen leiht.) Als ihr Schwiegervater Juda  ihr den dritten Sohn verweigert und sie kinderlos und entehrt zu ihrem Vater zurückschickt, flüstert der ihr einen Rat ins Ohr. Sie verführt, als Dirne verschleiert, Juda und empfängt Zwillinge von ihm. In der Versammlung der Männer versucht Juda zu leugnen, aber in der Liebesnacht hinterlassene Pfänder verraten ihn. So geht sie in den Stammbaum Jesu ein. Frauen-Power in der Bibel: „Wir (Frauen) sind Rebellen, weil wir etwas in uns tragen, was in Gesetzen nicht vorkommt – Liebe.“
Liebe durchschaut, Liebe erlöst, Liebe rettet die Welt. Der Dichter hämmert die Botschaft in seine Texte. „Sprache ist in ihrem Ursprung Gebet,“ lässt er einen Künstler im Tamar- Drama sagen. Immer lässt auch Musik, einmal fröhlich-heiter, einmal schwermütig-klagend, die Herzen schwellen, nimmt Lust und Leid zum Himmel mit. Ein phantastisch zusammengeschweißtes Team weiblicher und männlicher Darsteller, Profis und Laienspieler, unzählige Mithelfer in allen Bereichen bieten hier Theater als moralische Anstalt auf anspruchsvollem Niveau. Rainbach strahlt über viele Grenzen hinaus.